Von den Sternen besehen sind alle Probleme ganz klein

Das Telefon klingelt, als ich gerade wieder das Horoskop für die nächste astrologische Beratung vorbereite, und natürlich ist wieder Joachim an der Strippe.

„Sag einmal, in einer Zeitschrift habe ich gelesen, astrologische Beratung sei eine Kunst?!“

„Selbstverständlich“, entgegne ich. „Kann man ein Horoskop besprechen? Nein, man kann nur den Menschen beraten; er bleibt stets im Mittelpunkt. Ich bin immer neugierig, wenn ich einen Menschen berate, ich gehe mit Respekt in die Sitzung. Ich kann das Horoskop deuten und sehen, wie der Mensch am besten seine Analgen und Talente in das Leben bringen könnte und sollte, aber ich weiß nicht, wie er sein Horoskop tatsächlich lebt.“

„Aha. Dann ist ja doch alles Humbug!“

Von den Sternen besehen sind alle Probleme ganz klein

„Nein, das kann man wirklich nicht sagen. Ein Horoskop zeigt Entsprechungen, keine unverrückbaren Wahrheiten. Ich kann dem Ratsuchenden erklären, wie er angelegt ist. Ich möchte ihn ermutigen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und das zu tun, wozu er fähig ist in seinem Leben.“

„Hört sich gut an“, wirft Joachim ein. „Und was ist mit den Problemen, die die Menschen haben und weswegen sich die Menschen an dich als Astrologen wenden?“

„Ich nehme sie mit zu den Sternen. Von dort aus sind alle Probleme ganz klein!“

„Toll! Dann wird aus einem Elefant also eine Mücke?!“

„Ja, so ähnlich“, entgegne ich. „Wenn wir die Dinge astrologisch betrachten, erhält alles eine spirituelle Komponente.“

„Das heißt….?“

„Du betrachtest die Probleme aus einer gewissen Distanz heraus und siehst sie in einem anderen Zusammenhang. Wenn du dich mit Astrologie beschäftigst, erkennst Du, dass Du mit einem gewissen Aufgabenpaket – mit deinem Geburtshoroskop – in dieses Leben gekommen bist. Und du verstehst, dass alle Probleme nichts anderes sind als – Lernaufgaben.“

„Gut, ich steige ein bei meinem Lieblingsastrologen zu einem Rundflug zu den Sternen. Aber vorher erzähle mir noch etwas über Hermann Hesses Horoskop.“

„Das will ich gerne tun, aber bitte nicht mehr heute; dazu bin ich zu müde.“

„Okay, dann beim nächsten Anruf!“

„Ich befürchte es!“

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