Sternbilder vs. Tierkreiszeichen

Astrologen wird immer wieder unterstellt, von Astronomie keine Ahnung zu haben. Besonderer Kritikpunkt: Astrologie deutet die Planeten in Zeichen, in denen sie seit 2000 Jahren nicht mehr stehen. Antwort: Seit der Antike wird zwischen Sternbildern und Tierkreiszeichen unterschieden. Astrologen sprechen von Tierkreiszeichen und teilen die Ekliptik in 12 Abschnitte, beginnend beim Frühlingspunkt, dem sie die Bezeichnung 0 Grad “Widder” gegeben haben.

Fürchterlich ist, dass uns Astrologen immer wieder unterstellt wird, diesen Unterschied zwischen Tierkreiszeichen und Sternbildern und das Phänomen der Präzession nicht zu kennen.

Aus gegebenen Anlass hat Helen Fritsch, 1. Vorsitzende des Deutschen Astrologen-Verbandes, einen Leserbrief an die Frankfurter Rundschau verfasst:
“Leserbrief, Frankfurter Rundschau, 31.12. 2013, ‘Horoskop’, Vincent Ebert

Periodisch wird den Astrologen unterstellt, sie seien so ignorant, dass sie das Phänomen der Präzession nicht kennen würden. Dies ist grundlegend falsch! Offensichtlich erliegt Herr Vincent Ebert seiner eigenen Voreingenommenheit. Er ist sich offenbar so sicher, dass Astrologen Nonsens verbreiten, dass er es nicht einmal nötig hat, selbst nach wissenschaftlichen Kriterien korrekt zu recherchieren. Schon in Babylonien, immerhin die Wiege der Astrologie, waren die Astrologen ausgezeichnete Beobachter des Geschehens im Kosmos. Hipparchos beschrieb dieses Phänomen erstaunlich präzise für die damalige Zeit: http://de.wikipedia.org/wiki/Präzession. In den Ausbildungszentren des Deutschen Astrologen-Verbandes steht Astronomie – und dazu gehört auch das Phänomen der Präzession – obligatorisch auf dem Lehrplan! Hier http://wiki.astro.com/astrowiki/de/Präzession wird z.B. genau erklärt, wie Astrologen arbeiten und warum viele, nicht einmal alle (!), mit dem tropischen und nicht mit dem siderischen Tierkreis arbeiten. Der Deutsche Astrologen-Verband bittet ausdrücklich um Richtigstellung. Herrn Vincent Ebert wünschen wir, er möge der Aufforderung seines Buchtitels ‘Bleiben Sie neugierig’ auch selbst nachkommen! Zwei Klicks im Internet würden dazu schon genügen!

Helen Fritsch,
1. Vorsitzende des Deutschen Astrologen-Verbandes
Brahmsallee 6, 20144 Hamburg”

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