Saturn-Pluto-Konjunktion 2020 – und was Martin Luther damit zu tun hat

Am 12. Januar 2020 stehen Pluto und Saturn genau nebeneinander. Die exakte astrologische Bezeichnung dafür ist: Saturn-Pluto-Konjunktion. Diese Konjunktion ist ein seltenes uns wichtiges Ereignis und astrologisch wird dieser Planetenstellung auch eine große Bedeutung beigemessen.

Geburtstage um den 12. Januar und dem 15. Juli besonders betroffen

Die Konjunktion ist am 12. Januar um 17.24 Uhr auf 22 Grad Steinbock exakt. Damit werden alle Geburtstagskinder, die um den 12. Januar oder 15. Juli herum das Licht der Welt erblickt haben, besonders betroffen sein. Diese Konjunktion wird sich in ihrem Leben als eine wichtige Zeit erweisen. Was dies im Einzelnen bedeutet, kann nur erschlossen werden, wenn das ganze Horoskop betrachtet wird.

Saturn besitzt aus astrologischer Sicht eine strukturierende, einengende Energie. Saturn-Kräfte verdichten, verlangsamen und schränken ein. Es kommt zu einer starken Konzentration auf Wesentliches, Saturn grenzt ab und trennt. Saturn schafft Ausdauer, Konzentration und Beständigkeit.

Pluto-Energie transformiert, es ist der Stirb-und-Werde-Prozess. Pluto wird mit Tod und Wiedergeburt in Verbindung gebracht, auch im übertragenen Sinne. Damit hat Pluto auch zu tun mit Wandel in Gesellschaft und Politik, es geht bei Pluto um Macht und Ohnmacht, um Manipulation und um den Umgang mit Aggression. Spirituell betrachtet bedeutet Pluto, seinen Willen bewusst einzusetzen, um Veränderungen, auch kollektiv, zu erreichen.

Viele Astrologen deuten nun diese Konstellation in dem Sinne, dass verkrustete Strukturen (Saturn) transformiert und revolutioniert (Pluto) werden müssen.

Um diese Aussage zu erhärten, sehen wir uns einmal die historischen Ereignisse an, die in der Vergangenheit unter einer Pluto-Saturn-Konjunktion geschehen sind.

Historische Ereignisse unter einer Saturn-Pluto-Konjunktion

Beginnen wir mit dem Jahr 1518. Am 3. Januar 1518 fand diese Konjunktion auf 4 Grad im Zeichen Steinbock statt. Es ist die Zeit der Reformation; am 31. Oktober 1517, also nur kurze Zeit zuvor, hatte Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlicht. Es muss natürlich einleuchten, dass sich wichtige Ereignisse, die das Kollektiv verändern, einen langwierigen Prozess vollziehen. Die Reformation erweist sich heute als eine wichtige gesellschaftliche Veränderung und kann deshalb mühelos als Transformation bezeichnet werden. Saturn steht für die verkrustete Struktur der römisch-katholischen Kirche, die so hart war und auch heute noch ist, dass sie nicht verschwand, sondern durch einen Nebenzweig der christlichen Religion, dem Protestantismus, eine mögliche Korrektur erfuhr.

Die Französische Revolution, die in den Jahren 1789 bis 1799 stattfand, sowie der amerikanische Unabhängigkeitskrieg (1775 – 1789) fanden statt in der Begleitung der Saturn-Pluto-Konjunktion im Jahr 1786. Am 4. Juli 1776 verfasste Thomas Jefferson die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten, in der die Vereinigten Kolonien ihre Unabhängigkeit proklamierten.

Der Erste Weltkrieg begann 1914; in diesem Jahr fand die Saturn-Pluto-Konjunktion am 4. Oktober und am 1. November statt.

Es folgte die nächste Saturn-Pluto-Konjunktion im Jahr 1947; in Deutschland floriert die Wirtschaft und es ist die Zeit des „Wirtschaftwunders“.

Die jetzige Saturn-Pluto-Konjunktion im Jahr 2020 wird dort ansetzen, wo Dinge zu festgefahren sind. Alte Strukturen werden aufgelöst, die Massen, das Volk begehrt auf. Sehr wahrscheinlich wird dies Bewegungen rund um den Klimawandel betreffen. Die Bewegung „Friday for future“ wird nicht das einzige Bestreben sein, das nachhaltige Veränderungen anstoßen wird.

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